Aloe Vera Pflanze

Die Aloe Vera Pflanze, auch „Aloe barbadensis Miller“ und Wüstenlilie genannt gehört zu der Familie der Grasbaumgewächse, d.h. zur Unterfamilie Affodillgewächse, oder früher als Liliengewächse bezeichnet.
Insgesamt sind etwa 250 verschiedene Arten bekannt.
Die Bezeichnung Aloe stammt aus dem Arabischen und bedeutet „bitter“, was auf den bitter/herben Geschmack zurückzuführen ist.
Das Wort „Vera“ stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „wahr“.
Die Aloe Vera hat keinen, oder nur einen kurzen Stamm und dicke fleischige Blätter, die spiralartig angeordnet sind und lanzenförmig aussehen.
Am Rand ist jedes der begehrten grau/grünen Blätter von kleinen Zähnen besetzt, was der Wüstenlilie ein kakteenähnliches Aussehen verleiht.
Aus diesen Blättern werden zwei grundsätzlich verschiedene Aloe Vera Produkte gewonnen.

1. Das Aloe Gel

Inhaltsstoffe:
Ca. 160 verschiedene Stoffe bilden im Inneren der traditionellen Heilpflanze ein außergewöhnliches biologisches Netz, das der wüstenharten Aloe ihr Überleben in nicht lebensfreundlichen Gebieten sichert. Nahezu 90% des Fleisches im Inneren der Blätter besteht aus Wasser und dient als Wasserspeicher. Nachgewiesen wurden u.A. (mehr als 200 Wirkstoffe), Mukopolysaccharide (Schleimstoffe aus Kohlenhydraten), Glykosaminoglykane (Acemannan), Polysaccharide wie D-Glucose/D-Mannose und Einfachzucker wie Glucose/Mannose, wasserlösliche Vitamine, Enzyme (Amylase, alkalische Phosphatase, Lipase), Mineralstoffe, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthrachinone, ätherische Öle, Saponine, Salicylsäure und Glykoproteine.

Acemannan ist ein langkettiges Zuckermolekül mit einem zentralen Eiweißbaustein. Bis zur Pubertät können Menschen Acemannan selber herstellen. Acemannan aktiviert das Immunsystem durch Immunbotenstoffe wie z.B. Interleukin 1. Aktuell ist die Wissenschaft dabei, diese Wirkung in der Krebsbekämpfung zu erforschen. Die Untersuchungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen.
Außerdem wirkt Acemannan antiviral, antibakteriell und ist hilfreich bei Pilzerkrankungen. Wichtige Bestandteile wie z.B. Zellulose, Mannose und Glykosamin tragen gemeinsam zu einer optimalen Versorgung der Pflanzenzellen bei.
Enzyme schützen vor freien Radikalen und schädlichen Umwelteinflüssen.

Vitamine und Spurenelemente wie:
• Eisen
• Calcium
• Magnesium
• Mangan
• Selen
• Zink
• Chrom
• Kalium
• Kupfer
• Natrium
• Vitamine B1, B2, B6, B12, C, E

und Provitamin A lassen sich ebenfalls nachweisen.
Sekundäre Pflanzenstoffe wie Salicylsäure sind bekannt als Wirkstoff von Aspirin.
Saponine machen etwa 3% des Aloe Vera Gels aus und sind für die reinigende, antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung verantwortlich.

Wie man unschwer erkennt, ist die Aloe Vera eine ausgezeichnete, selbstversorgende Lebenskünstlerin.
Auch heute noch ist sie Gegenstand wissenschaftlicher Studien.
Inwiefern die genannten Inhaltsstoffe für den Menschen positiv nützlich sind können bereits einige Mediziner belegen:
• Dermatitis
• Herpes genitalis
• Akne
(Quelle Pharmazeutische Zeitung)
Zu den volkstümlichen Anwendungen, die seit Jahrtausenden erfolgreich praktiziert werden gibt es keine gesicherten Studien.
Die Aloe darf nicht als Arznei oder Heilmittel nach dem Arzneimittelgesetz gesehen werden.

2. Der Aloe Vera Saft (Aloe-Latex)
Der hauptsächliche Unterschied zum Aloe-Gel besteht darin,
dass der Saft aus der Schale der Aloe Vera besteht.
Er schmeckt sauer/bitter und ist von gelber Farbe.
Das besondere Merkmal des Saftes sind die stark abführenden Anthrachinonglykoside Aloin A und B.
Der Aloe Saft wird daher insbesondere zum Abführen verwendet.
Während der Menstruation, Schwangerschaft/Stillzeit, Hämorrhoiden oder Nierenentzündungen
sollte der Aloe Saft nicht getrunken werden.
Ferner ist eine Verwendungsdauer, die über zwei Wochen hinausgeht nicht zu empfehlen,
sondern zu vermeiden.
Die Aloe darf nicht als Arznei oder Heilmittel nach dem Arzneimittelgesetz gesehen werden.

Wirkungsgebiete der Aloe Vera nach Erfahrungsheilkunde, traditioneller Medizin,
ohne klinische Studien sind:
( Nach Absprache mit einem Arzt)
• Verstopfung (Saft)
• Entzündungen im Magen-Darmtrakt (Gel)
• Entzündungen der Mundschleimhaut (Gel)
• Zahnfleischentzündungen, Gingivitis, Parodontitis (Gel)
• Erfrierungen (Gel)
• Hauterkrankungen (Gel)
• Hautinfektionen (Gel)
• Ekzeme (Gel)
• Schuppenflechte (Gel)
• Wunden (Gel)
• Verbrennungen, auch Sonnenbrand (Gel)
• Herpes (Gel)
• Diabetes (Gel)
Hier ist jedoch Vorsicht geboten, wenn es sich um innerliche Anwendung handelt.
Die innerliche Verwendung des Aloe Vera Saftes bei Verstopfung sollte zwei Wochen nicht überschreiten und mit einem Arzt abgesprochen sein.
Alternativ kann der Saft durch das nicht abführende Gel ohne Anthrachinone ersetzt werden.
Die Aloe darf nicht als Arznei oder Heilmittel nach dem Arzneimittelgesetz gesehen werden.
Diese Beschreibung dient der Information.
In manchen unserer Produkte ist die Aloe Vera als Bestandteil vorhanden,
in unterschiedlichen Formen, wie z.B. als Gel, Extrakt, Hydrolat oder ätherisches Öl.
Z.B. Karisso Creme für den Mann, Veloe Creme für das Gesicht, Sonnenprodukte.

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